Afghanistanreise

Mehrfach bin ich gefragt worden, wie ich
auf die Idee einer Reise nach Afghanistan
gekommen bin. Es war dieses Plakat, 
das ich vor den Toren von Holzminden sah.

Wer die Soldaten auch unterstützen möchte
kann dies mit einem Eintrag unter 
www.courage-verbundenheit.de auch tun. 

Im Juni konnte ich - zusammen mit zwei  
Freunden  aus Hamburg - Afghanistan be-
suchen und für 250 Internationale Soldaten
der ISAF einen „Pfälzer Abend“ gestalten.

Sponsoren:  
Winzergenossenschaft Weinbiet, Mußbach;
Wasgau AG, Pirmasens;
Bäckerei Liebenstein, Neustadt; 
Sauerkraut Hook, Altrip; 
Pfälzer Krumbeer, Neustadt;
Pfalzmarketing (Dr. Janik)              

Hier warten alle auf den Weiterflug mit der
Transall von Duschanbe (Tadschikistan)
nach Mazar-i-Scharif (Afghanistan).
Ankunft im (deutschen) „Camp Marmal“,
in der Nähe von Mazar–e-Sharif, einer Stadt
mit 200.000 Einwohnern. Von hier geht es
mit dem „Dingo“ 25 km zum
(amerikanischen) „Camp Mike Spann“.  

v.l.n.r.:  
FW Gruber, Hans-Jürgen Lüder,  
Sabine Nölke, Stabsfeldwebel Krüger,  
Peter Stolleis.

Das „Material“ für den Pfälzer Abend wird verladen. 
Empfang durch Oberst v. Sandrart,
OMLT  209th Shaheen Corps
(OMLT – Operational Mentor und Liaison -Team)
und meiner Mitstreiter Sabine Nölke und
Hans-Jürgen Lüder auf der „Aussichtsterrasse“.   
Der „Pfälzer Abend“ wird eröffnet.
Es wird  eine Weinprobe gereicht mit Weinen
der Winzergenossenschaft Weinbiet und
vom Weingut Peter Stolleis.
Ergänzend dazu knuspriges Brot von der
Bäckerei Liebenstein,  Bratwurst und Saumagen
von der Wasgau AG, Sauerkraut von der Firma
Hook, Altrip und die Pälzer Krumbeer 
(Pfälzer Kartoffeln).

Allen Spendern für diesen unvergesslichen
Abend sage ich meinen herzlichsten Dank.

 

…  im Laufe des Abends wird eine
pfälzisch-afghanische Weinkönigin gewählt…

Auch ich durfte im Laufe des Abends
die landestypische Tracht annehmen…
…wir bekommen die Gelegenheit das in
unmittelbarer des Camps gelegene
„Castle Kalai Janghi“ zu besichtigen. 

Von den Soldaten wird die Burg etwas  flapsig
als „Sandburg“ bezeichnet. Das Castle hat
einen Umfang von 20 ha. Es wurde ab 1889
innerhalb von 12 Jahren von 18.ooo Bauarbeitern
errichtet.Gebaut ist sie mit Lehmziegeln und
mit Lehm überzogen.  

Die Mauern sind so stabil, dass auch Panzer
darauf herumfuhren, ohne dass diese einbrachen.
Links oben ist noch ein alter russischer Panzer
zu sehen, der aus dem Krieg von 1979 bis 1989
stammt. 
Da die Rampe – auf der er hochfuhr –  
zusammengebombt wurde, bleibt er jetzt als
Mahnmal stehen.
In der großen Burganlage (und in Afghanistan)
gibt es auch Tafeltrauben. 
Der Genuss von Wein ist durch den Islam verboten.
Im „Garten“ des Camps pflanzen wir zwei
Pfälzer Reben. So wie die Römer den Wein
in unsere Region brachten heißt es vielleicht
in 1000 Jahren "die Pfälzer haben uns 2011
die Weinrebe gebracht…" ! 
Hier erhalten afghanische Pioniere des
internationalen Camps eine Rebe überreicht,
die sie stolz am Eingang ihrer Kaserne  pflanzten.
Hier sieht man den Check-in-Counter
und die Wartehalle des internationalen
Flughafens vom Camp Marmal.
Nachdem der Auftrag (Pfälzer Abend
für die ISAF-Soldaten) ausgeführt ist,
geht es von hier zurück nach Deutschland.
Ich danke allen die mir bei der Organisation
geholfen haben.  
Ganz besonders meinen beiden Mitstreitern
Sabine Nölke und Hans Lüder. Sie haben
mich bei dem Vorhaben, den Soldaten
das Gefühl der Solidarität zu geben,
vorbehaltlos unterstützt.
Unsere Soldaten haben einen äußerst
schwierigen und gefährlichen Auftrag zu
erfüllen. Allen deutschen, sowie allen
ISAF-Soldaten wünschen wir eine
gesunde  Rückkehr.  

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